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Ex e // Ex d // Ex t

Ex Kabelverschraubungen

Ex-Kabelverschraubungen sind konzipiert für den Einsatz an elektrischen Betriebsmitteln in explosionsgefährdeten Bereichen nach EN 60079-0, EN 60079-1 und EN 60079-7. HUMMEL-Kabelverschraubungen bieten Explosionsschutz für die Zündschutzarten:

  • Ex e – erhöhte Sicherheit: Diese Kabelverschraubungen verhindern das Entstehen von Funken oder Lichtbögen, die zu einer Explosion führen können.
  • Ex d – druckfeste Kapselung: Gehäuse und Kabelverschraubungen halten den Explosionsdruck im Gehäuseinneren stand und verhindern eine Übertragung nach außen
  • Ex t – Staub-Explosionsschutz: Die Kabelverschraubung weist eine erhöhte Dichtigkeit auf, die das Eindringen von Staub in ein Gehäuse zuverlässig verhindert.

HUMMEL bietet Ex-Kabelverschraubungen in Kunststoff (glasfaserverstärktes Polyamid), Messing und Edelstahl an. Im Sortiment sind Verschraubungen mit den Gewindetypen metrisch, PG und NPT. Neben den Standard-Dichteinsätzen gibt es auch Einsätze für Flachkabel oder Multieinsätze für die Einführung mehrerer Kabel mit einer Kabelverschraubung. Auch Ex-Kabelverschraubungen mit EMV-Schutz sind verfügbar.

mehr Informationen zum Thema Explosionsschutz

Fachbeitrag zur HSK-M-Ex-Serie

Kabelverschraubungen für globale Märkte

HSK-M-Ex-Serie: Zulassungen nach ATEX (IECEx) und auch nach UL Class/Div

Bei der Zulassung von explosionsgeschützten Kabelverschraubungen existieren heute zwei Welten. Auf der einen Seite gibt es in Europa die weit verbreiteten Normen nach ATEX (IECEx) und auf der anderen Seite gibt es die Zulassungen nach UL Class/Div, die in Nordamerika und vor allem in den USA maßgeblich sind.

Für eine Zulassung nach für ATEX oder UL gibt es gute Gründe, denn beide Systeme sind auf ihren Märken voll etabliert. Immer mehr Anwender möchten jedoch nur einen Kabelverschraubungstyp weltweit einsetzen, um bei Beschaffung, Produktion und Lagerhaltung Kosten zu sparen. Dabei ist die Suche nach einer passenden Verschraubung immer noch eine große Herausforderung. Weshalb?

Der Grund dafür sind unterschiedliche Prüfparameter. Das UL-Konzept verlangt beispielsweise andere Methoden zur Ermittlung des Schlagschutzes und fordert einen statischen Drucktest bis 30 bar. Das wiederum kann konstruktive Änderungen zur Folge haben, die der Einhaltung des EMV-Schutzes zuwiderlaufen.

Neben einer hervorragenden Qualität sind für Kunden heute zunehmend auch wirtschaftliche Aspekte und intelligente Lösungen entscheidend. Dazu zählen kurze Montagezeiten, schlankes Design oder sicherer EMV-Schutz.

Global agierende Anwender fordern qualitativ hochwertige Produkte, die sowohl nach ATEX/IECEx zertifiziert sind als auch die UL- Klassen und Zonenzulassungen abdecken. Die HUMMEL AG hat auf diese Produktanforderungen der Kunden nun reagiert. Die Kabelverschraubungen der HSK-M-Ex-Serie sind sowohl nach ATEX/IECEx als auch nach cCSAus Class/Zone zertifiziert und können somit in Class I und II/ Division 2 Umgebungen nach NEC-Code 501 und 502 eingesetzt werden. Damit können Anwender ihre Lieferkette verschlanken und den Konstruktionsaufwand deutlich reduzieren. Vier Schritte zur Vorbereitung der Zertifizierung nach UL:

  • Auswahl von Gewindegröße und Kabeldurchmesser
  • cCSAus Class/Zone Zulassungsdokument herunterladen und NEC Artikel 501 Clauses 37.3 und 37.4 überprüfen
  • cCSAus Class/Zone auf dem Etikett des Verpackungsbeutels abgleichen (Achtung: auf der Kabelverschraubung selbst ist nur die ATEX/IECEx-Kennzeichnung aufgebracht)
  • Übergabe des cCSAus Class/Zone Zulassungsdokuments an den UL/CSA-Inspektor mit dem Hinweis auf Artikel 501 des NEC

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