Hintergrund

Der Begriff Explosionsschutz hat seinen Ursprung im Schlagwetter gefährdeten Bereich. Der Begriff Schlagwetter stammt aus der Bergmannssprache. Man versteht darunter unter Tage austretendes Grubengas (Methangas), welches sich, mit Luft gemischt, entzünden kann.

Das natürlich vorkommende Gas Methan, kann sich mit Luft gemischt sehr leicht entzünden. Nach dem schweren Grubenunglück in einem Steinkohle-Bergwerk im Deutschland, bei dem nach einer Schlagwetterexplosion 348 Menschen ihr Leben verloren, wurden weitere Explosionsschutz Maßnahmen getroffen.

Es entstanden Sicherheitsrichtlinien auf nationaler Ebene, die 1994 als Richtlinie der Europäischen Gemeinschaft  vereint und harmonisiert wurden. Unter dem Begriff ATEX (Atmosphère explosible) wurden die Produkt Richtlinie 94/9/EG und die Betriebs Richtlinie 99/92/EG verabschiedet.

Diese Richtlinien legen das Inverkehrbringen von Produkten fest, die in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden, mit dem Zweck Mensch und Umwelt zu schützen.

Bei Produktion, Lagerung, Verarbeitung oder Transport von brennbaren Stoffen kann es zu einer Entweichung von Gasen oder Dämpfen kommen. Neben dem klassischen Bergbau, kommt dies vor allem in der chemischen oder petrochemischen Industrie vor. Ebenfalls in der Erdgas- und Erdölförderung kann es zu solchen Gefahrenbereichen kommen.