Temperaturklassen

 

Zündtemperatur

Alle brennbaren Gase und Dämpfe sind entsprechend ihren Zündtemperaturen eingeteilt.

Die Zündtemperatur (auch Zündpunkt, Selbstentzündungstemperatur, Entzündungstemperatur oder Entzündungspunkt) ist diejenige Temperatur, auf die man einen Stoff oder eine Kontaktoberfläche erhitzen muss, damit sich eine brennbare Substanz (Feststoff, Flüssigkeit, deren Dämpfe oder Gas) in Gegenwart von Luft ohne Zündfunken ausschließlich aufgrund seiner Erhitzung - also ohne Zündquelle - selbst entzündet.  

Einige Beispiele für Zündtemperaturen:

  • Holz 280-320°C
  • Baumwolle 450°C
  • Getreide 250-320°C
  • Kohle 240-280°C
  • Methanol 455°C
  • Dieselkraftstoff 255°C 

 

Zündklassen

Aufgrund des Zündtemperatur müssen alle elektrischen und mechanischen explosionsgeschützten Betriebsmittel nach ihrer max. Oberflächen Temperatur in Temperaturklassen eingeteilt werden.

Die maximale Oberflächentemperatur muss also demnach stets kleiner sein als die Zündtemperatur des umgebenden Gas- bzw. Dampf-Luft Gemisches.

Für die staubexplosionsgefährdeten elektrischen und mechanischen Betriebsmittel ist eine Einteilung in Temperaturklassen nicht erforderlich.

Die Temperaturklassen sind in der Norm IEC 60079-0 angegeben.